Weinwissen

Alte Reben

Die Vorzüge des Alters!
Alte Reben – wir sprechen hier von mehr als 30 Jahre alten Rebstöcken – sind für Qualitätswinzer das Tüpfelchen auf dem „i“. Denn an ihnen wachsen – wenn die Umstände stimmen! – Trauben mit viel Reifepotential, Tiefgang und präzisem Charakter. Trauben, aus denen erstklassige Weine entstehen, die ihresgleichen suchen. Die alten Reben des traditionsreichen Schlossgut Diel sind bereits bis zu 80 Jahre alt. Ihre Wurzeln reichen viele Meter tief in den Boden. Dadurch sind sie auch in trockenen Sommern mit ausreichend Wasser und Nährstoffen versorgt. Dazu kommt, dass diese tiefe Verwurzelung im Boden das Terroir der Lage viel intensiver aufnehmen und in den Trauben widerspiegeln kann. Diel-Weine, die aus den alten Reben gekeltert werden sind sehr vielschichtig, offenbaren große Komplexität, Raffinesse und eine besonders feine, seidige Textur. Eine geschmackliche Überlegenheit gegenüber jungen Reben, die Weine aus alten Reben mit zunehmender Reifezeit oft sogar noch ausbauen.

Alte oder junge Reben? Eine Entscheidung für Klasse oder Masse!

Die Entscheidung für alte oder junge Reben hat häufig wirtschaftliche Gründe. Denn je älter die Pflanzen, desto höher ist der Pflegeaufwand. Dazu kommt, sie sind weniger ertragreich und fallen mit zunehmendem Alter manchmal sogar komplett aus. Wer also auf Masse und hohe Erträge setzt, ist mit alten Reben schlecht beraten. Sie erfordern viel Pflege, Handarbeit, Hingabe und Know-how. Dazu kommt, dass das hohe Alter einer Rebe allein noch kein Garant für außergewöhnliche Qualität ist, denn nicht jede Rebsorte ist für ein hohes Alter geeignet.